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Über die Verbrennung

I. Definition der Müllverbrennungsanlage (gemäß 2000/76/EC)

Als "Müllverbrennungsanlage" gilt eine stationäre oder mobile technische Einheit und Anlage zur thermischen Müllverarbeitung, mit oder ohne Nutzung der durch die Verbrennung entstandenen Wärme. Dies umfasst eine Verbrennung ebenso wie weitere Methoden der thermischen Verarbeitung, wie z.B. Pyrolyse, Vergasung oder Plasmaverfahren, Diese Definition bezieht sich auf das Areal sowie die gesamte Müllverbrennungsanlage, einschließlich sämtlicher Verbrennungsstraßen, der Abfallannahme, der Lagerung, der Anlagen für die vorläufige Abfallaufbereitung vor Ort, auf das System Abfall – Brennstoff und das Luftzuleitungssystem, die Kessel, die Anlagen für die Verbrennungsgasreinigung, die örtliche Anlage für die Verarbeitung und Lagerung von Resten und Abwassereinfang, den Kamin, die Anlagen und das System für die Steuerung der Verbrennungsbedingungen sowie für ihre Überwachung und Aufzeichnung.

II. Verbrennung – Mythos und Wirklichkeit

Die allgemeine Diskussion über die Müllverbrennung wird oft von gegensätzlichen Informationen über Vor- und Nachteile begleitet. In Wirklichkeit sind die Nachteile der Verbrennung bei den modernen Verbrennungsanlagen durch die bestehenden sehr strengen Anforderungen im Rahmen des Bewilligungsverfahrens und ihrer Betriebsphase massiv eingeschränkt. Risikofaktoren, durch die Menschen oder die Umwelt beeinträchtigt werden könnten, werden eliminiert oder sehr streng kontrolliert. Die Vorteile der Müllverbrennung kann jedenfalls jeder sehen. Welche? Über die Verbrennung herrschen jedoch auch weiterhin viele Mythen.

Mythen Wirklichkeit

Die Müllverbrennungsanlagen verursachen Verunreinigungen, erhöhen Gesundheitsrisiken und erhöhen das Risiko der Kontaminierung des umliegenden Landes.

Es stimmt, dass die Emissionen aus der Müllverbrennung ständig überwacht werden müssen. Jedoch werden derzeit sämtliche Müllverbrennungsverfahren so konzipiert und umgesetzt, damit die schädlichen Restemissionen den Emissionslimits gemäß der Richtlinie über die Abfallverbrennung (2000/76/EC) entsprechen.

Weitere Informationen: Incineration_Directive_2000_76.pdf


Sämtliche Emissionen werden ständig gemessen und es werden Online-Berichte an die verantwortlichen Institute erstattet. Außerdem werden die Anlieferungen sowie das Umfeld mit Hilfe von Bioindikatoren kontrolliert (Abnahme von Boden-, Wasser-, Pflanzen- und Tierproben – Nachweis von messbaren Schäden am Boden, an der Fauna und Flora).

Durch die Emissionen aus modernen Müllverbrennungsanlagen wird somit mit höchster Wahrscheinlichkeit unsere Gesundheit nicht beeinträchtigt, wobei es in der Wirklichkeit viel mehr schädlichere Emissionen aus Fabriken, der Automobilindustrie oder sogar bei der Kohle- und Holzverbrennung in unseren Häusern gibt.

Bei Müllverbrennungsanlagen handelt es sich um den größten Dioxinproduzenten. In den aus Kaminen entsteigenden Gasen enthaltenen Dioxine sind die größte Besorgnisquelle, da Verdacht besteht, diese sind krebsfördernd.

In den 80er Jahren wurde die Müllverbrennung für eine große Dioxinquelle gehalten. Inzwischen wurden die Technologien jedoch dermaßen verbessert, dass die Emissionen heute unerheblich sind.

Bei Dioxinen handelt es sich um ein unerwünschtes Produkt von vielen Produktionsverfahren, einschließlich Schmelzung, Chlorbleichung von Papierstoff sowie bei der Produktion einiger Herbizide und Pestizide. Bei einigen dieser Verfahren wird weit mehr Dioxin produziert als bei der Verbrennung.

Durch die Verbrennung wird das Produzieren von mehr Abfall provoziert, da die Betreiber eine ständige Abfallzufuhr benötigen, um ihre Tätigkeit nicht zu unterbrechen. Gegner behaupten, dass örtliche Behörden zu diesem Zweck auf Recycling und Pläne für die Reduzierung der Abfallproduktion verzichten.

Ausgenommen des Gewinnrecyclings und des Kompostierens von Abfällen aus der Trennsammlung bleibt immer noch genügend Restabfall, der zur Verbrennung geeignet und für jegliche andere Verarbeitung ungeeignet ist. Bei der Verwendung von Zentralbeheizung oder bei der Stromproduktion werden durch den Abfall wertvollere Rohstoffe, wie z.B.Kohle oder Erdöl, ersetzt.

Die durch die Verbrennung entstandene Asche kann nicht wiederverwendet werden. Sie ist kontaminiert und kann lediglich entsorgt werden.

Die Restasche aus den Müllverbrennungsanlagen wird für den Straßenbau verwendet.

Der Betrieb von Müllverbrennungsanlagen hat eine größere Luftverschmutzung zur Folge und belästigt aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens (Transport zur Müllverbrennungsanlage) entstandenen Lärm.

Müllverbrennungsanlagen können in der Nähe von Wohngebieten gebaut werden, da diese als eine Abfallquelle gelten. Dies hilft bei der Reduzierung des Verkehrsvolumens, der Verschmutzung, des Lärms, sowie selbstverständlich der Kosten für die Abfallbeförderung. Viele Müllverbrennungsanlagen verfügen über eine eigene Eisenbahnanbindung (Anschlussgleis). In der Müllverbrennungsanlage der .A.S.A. in Zistersdorf werden 70 % des Eingangsmaterials mit der Eisenbahn angeliefert. Dies vermindert den negativen Einfluss auf die Umwelt.

Verunreinigung vom Grundwasser

Müllverbrennung, die im Einklang mit den EU-Richtlinien ist, verursacht keine Verunreinigung von Wasserquellen (einschl. Grundwasser).


III. Vorteile der Verbrennungsverfahren – Zusammenfassung

Energie aus Abfallanlagen (Müllverbrennungsanlagen)

  • Brennbarer Abfall im Rahmen der kontrollierten Bedingungen im Einklang mit der Richtlinie über Abfallverbrennung (2000/76/EC).
  • Reduzierung der Abfallmenge um ~90 %, lediglich eine kleine Menge wird auf Deponien, die als am wenigsten umweltfreundlich gelten, entsorgt.
  • Reduzierung der Gefährlichkeit von Abfällen.
  • Strom- und/oder Wärmeproduktion: Der in einer üblichen Anlage mit einer Leistung von 100.000 Tonnen pro Jahr hergestellte Strom gleicht ungefähr dem Stromverbrauch von 20.000 Haushalten, und wird in das Nationalnetz eingespeist. Die hergestellte Wärme kann je nach Bedarf in industriellen oder örtlichen Beheizungsprojekten verwendet werden,
  • Sortieren vom Restmüll, der anschließend in der Stahlverarbeitungsindustrie verwendet wird. Auf diese Art und Weise werden Primärrohstoffe gespart.

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Anlagen und Equipment

Mehr als 200 LKWs/Spezialfahrzeuge

Mehr als 220.000 Sammel-/Transportbehälter

1 Müllverbrennungsanlage

3 Sortieranlagen

3 automatische Splittinganlagen

1 mechanisch-biologische Aufbereitungsanlage

1 chemisch-physikalische Aufbereitungsanlage

2 Aufbereitungsanlagen für Ersatzbrennstoffe (RDF)

2 Deponien

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1 Müllverbrennungsanlage für Komminal- und Gewerbeabfälle
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5,1 Mio Bürger servisiert
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